Schritte auf dem Weg zu einer Green Economy im Tourismus

Projektziele

Ziel des Projektes ist es, im gemeinsamen Dialog mit der Tourismusbranche Lösungen zu erarbeiten, die zu mehr Nachhaltigkeit im Tourismus führen sollen (Schritte auf dem Weg zu einer Green Economy im Tourismus).

Im Hinblick auf den intensiven Wettbewerb sowohl im Reiseveranstalter, als auch Reisemittlermarkt ist sicherzustellen, dass diese Aktivitäten zu einer erhöhten Akzeptanz bei den Kunden führen müssen. Hierzu gehört unter anderem eine klare Vertriebsstrategie beim Verkauf über stationäre Reisebüros (so geben in der aktuellen Vertriebsstudie der FVW über 30% der befragten Reisebüros an, dass Umwelt­bewusstsein und Nachhaltigkeit zu einem Kaufkriterium werden).

Darüber hinaus sollen durch eine verbesserte Vertriebspolitik im Bereich Nachhaltigkeit neue Kunden für den stationären Vertrieb gewonnen werden, da ein Großteil dieser Zielgruppe heute nicht über das Reise­büro bucht (mangelnde Kompetenz der Reisebüros zu diesem Thema).

Wichtig ist, dass diese Reisen sichtbar werden (Kennzeichnung), buchbar sind (in den Informations- und Buchungssystemen) und dass eine kompetente Beratung erfolgt.

Projektplan und Arbeitsschritte

Grundlagenkonzept

Betrachtet man das Gesamtsystem der Tourismuswirtschaft, so wird evident, welche Hemmschwellen für mehr Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette überwunden werden müssen. Es ist dringend erforderlich, nachhaltigkeitsorientierte Innovationen und Transformationen zu strukturieren und anhand von Bewertungssystemen zu priorisieren und damit zu lenken.

Aktuell ist für 31% der Bevölkerung die ökologische Verträglichkeit von Urlaubsreisen wichtig, 38% möchten sozialverträglich verreisen. Etwas mehr als die Hälfte (55%) derjenigen, die gerne nachhaltig verreist wären, sehen in den zusätzlichen Kosten einen Hinderungsgrund. Fast genauso häufig (49%) wird angegeben, dass keine nachhaltigen Angebote gefunden wurden und die Reise nicht nachhaltig gestaltet werden konnte. Hürden liegen auch im Bereich der Information und Kommunikation. Für 43% der Befragten wäre es bei der nachhaltigen Urlaubsreisegestaltung hilfreich, mehr Informationen dazu zu bekommen (FUR, Abschlussbericht zu dem Forschungsvorhaben: Nachfrage für Nachhaltigen Tourismus im Rahmen der Reiseanalyse, Kiel 2014, S. VI). In der Reiseanalyse 2015 der FUR geben sogar 42% der Befragten an, dass der Urlaub möglichst ökologisch verträglich, ressourcenschonend und umweltfreundlich sein soll, für 49% soll er sozialverträglich sein. Genau hier setzt das Projekt „Green Travel Transformation“ an. Nachhaltige Reisen sollen sichtbar und Hindernisse beseitigt werden.

Aufklärungskonzept

Die Herausforderung, die im Projekt aufgegriffen wird, kann als Transformation begriffen werden. Der Zentralbegriff, mit dem die Transformation bewirkt werden soll, ist in diesem Modul das Training. Damit soll ausgedrückt werden, dass die konkrete Transformation inklusive Sensibili­sierung und langfristiger Verhaltensänderung auf zwei theoretischen Säulen beruht, dem kommunikativen Infragestellen alter Selbstverständlichkeiten und der Herausarbeitung verant­wortlichen Handelns. Entsprechend werden Coachingprogramme entwickelt, die eine Transformation der Arbeits- und Beratungsroutinen in Reisebüros erwirken sollen.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden verschiedene Formate in Zusammenarbeit mit der Praxis ent­wickelt (Nachhaltigkeits-Tourismus-Training – NTT).

  • NTT-Online: Einsatz von E-Learning-Programmen.
  • NTT- Quick Check: Halb- oder vierteltägige Kurzworkshops und –programme.
  • NTT- Life und Volunteering: Anhand von aktuellen Projekten wird Nachhaltigkeit erlebbar.
  • NTT- Intensiv: Längerfristiges Seminar, mit dessen Abschluss die Berechtigung erworben wird, einen speziellen Fachtitel zu führen.

Umsetzungskonzept und Systemtransfer

Nachhaltige Leistungsanbieter, national wie international, stehen vor dem Problem eines effektiven Marktzugangs in der Touristik. Investitionen in Nachhaltigkeit sind in der Regel schwer vermittelbar und deren Inhalte sind der nachgelagerten Wertschöpfungskette in der Regel auch nur wenig bekannt. Gründe dafür liegen in der Komplexität der Thematik, sowie einer zunehmenden Verwässerung von Kernaussagen, die bei Konsumenten, wie Branchenteilnehmern zu fehlerhaften Vorstellungen führen.

Reiseveranstalter stehen ebenso wie der Reisevertrieb vor der Herausforderung nachhaltige Angebote zu klassifizieren oder zu kennzeichnen und damit nachhaltige von weniger nachhaltigen Angeboten zu unterscheiden sowie diese in Ihre Unternehmenskommunikation und Informations- und Buchungs­systeme so einzubinden, dass es für den Vertrieb und Endkunden hinreichend konkret und aussagekräftig ist.

Eine Harmonisierung und Definition eines Standards in Anlehnung an international vorhandene Lösungsansätze beispielsweise des GSTC erhöht dabei die Akzeptanz und zwangsläufig auch die Konsumbereitschaft.

Funding Measure
Social-Ecological Research  – “Sustainable business practices“

Project Period
May 1st 2015 – April 30th 2018

Project Team
Leuphana UniversitätLüneburg
Fraunhofer UMSICHT
Futouris e.V.
Travel Bridge GmbH

Industry Partners
Deutscher Reiseverband
Lufthansa City Center
DER Touristik
INATOUR Institut für nachhaltigen Tourismus
Studiosus
GEBECO

Project Management
Leuphana Universität Lüneburg
Prof. Dr. Edgar Kreilkamp

Scharnhorststraße 1
21335 Lüneburg
Germany
E-Mail: kreilkamp@uni.leuphana.de

Further Information
http://www.leuphana.de/greentravel

Stephan Busch
travel bridge GmbH
Am Büschelchen 12
34596 Bad Zwesten
Fon:   +49 5626.9218976
Mail:  info@travel-bridge.com
www.travel-bridge.com

Erika Harms
Planet 4 People
42349 Friendship St.
South Riding, VA 20152, USA
Fon:   +1 703 5813714
Mail: eharms@planet4people.com
www.planet4people.com

Swantje Lehners
Futouris e.V.
Geschäftsführerin Projekte & Kooperationen
Schicklerstraße 5
10179 Berlin
Fon    +49 30.2789-0182
Mail:  swantje.lehners@futouris.org
www.futouris.org

icon Not available for this entry

Hinterlassen Sie eine Antwort